Klimaschutz

Kunst für die Klimastadt Ulm

Gezielt sollten Fragen in den Fokus genommen werden, die sich um Nachhaltigkeits- und Klimaschutzthemen drehen. Für die Form der Darstellung gab es praktisch keine Einschränkung, alles war erlaubt. Eine kurze Geschichte sollte das Kunstwerk und die Ideen dahinter erklären. Entsprechend vielfältig waren die über 50 eingereichten Gruppen- und ein Einzelkunstwerk.

Die wichtigsten Aussagen der jungen kreativen Köpfe:

Was kostet Klimaschutz? ​​​​​​​Ausgleich durch freiwillige Kompensation

Um das 2° Ziel unter den aktuellen Voraussetzungen einzuhalten, reichen die Reduktion der Klimagase und neue Technologien längst nicht mehr aus. Die weltweite CO2-Bilanz erfordert zusätzliche Negativ-Maßnahmen wie das langfristige Speichern von CO2, nachhaltige Aufforstung oder eben die Kompensation durch klimawirksame Maßnahmen an anderer Stelle.

Windräder in Ulm oder im Alb-Donau-Kreis?

Die vergangenen Jahre waren auf allen Ebenen geprägt von Rahmenbedingungen, die den Ausbau deutlich erschwert oder verhindert haben. Aber die politischen Zielvorgaben in Bund und Land haben sich jüngst deutlich verändert. Die Landesregierung peilt in den nächsten Jahren die Installation von 1000 Windrädern an, u.a. durch die vereinfachte Freigabe landeseigener Waldflächen und vereinfachte Genehmigungsverfahren, auch bundesweit dürfte mit der neuen Ampelkoalition neue Bewegung in das Thema kommen.

Die Klimawette: Ulm nimmt die Wette an!

Die Initiatoren der bundesweiten Klimawette - GermanZero, verschiedene For-Future-Organisationen und andere - wollen eine Million Menschen finden, die bis zur nächsten UN-Klimakonferenz im November in Glasgow eine Million Tonnen CO2-Emissionen einsparen, Heruntergerechnet auf Ulm sind das beeindruckende 1900 Personen und damit 1900 Tonnen. Dabei ist natürlich wichtig zu wissen, dass die Deutschen im Schnitt 10 bis 11 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr verursachen: inklusive Konsumverhalten, Ernährung und andere mehr oder weniger versteckte, sogenannte graue Emissionen.

Ideenwerkstatt des AK Energie: Woher kommt unser Strom in der Zukunft?

Den Einstieg machte am Vormittag Dr. Christoph Hantel, Leiter der vh ulm, wo sämtliche bisherigen Ideenwerkstätten ein Dach über dem Kopf fanden. Er freute sich, auch online zahlreiche Gäste zu begrüßen und betonte die Wichtigkeit, regional mehr Klimaschutz zu betreiben: "Wir sollten in Deutschland etwas tun und nicht auf die anderen warten." 

Regio-S-Bahn: Strecken ausbauen und elektrifizieren

Die Region Ulm/Neu-Ulm/Donau-Iller soll auf bestehenden Strecken ein regionales S-Bahn System erhalten, um den Schienenverkehr attraktiver zu machen. Da die Länder Bayern und Baden-Württemberg anfangs wenig Interesse zeigten, gründeten die betroffenen Kreise und Gemeinden 2015 einen grenzübergreifenden Verein, um die Sache selbst in die Hand zu nehmen und die Planungen voranzutreiben. Inzwischen läuft eine Wirtschaftlichkeitsstudie, die bei positivem Ergebnis eine weitreichende Finanzierung des Bundes eröffnet.

E-Scooter – Klimafreundliche Mobilität oder Elektroschrott auf den Straßen?

Dabei ist weniger ausschlaggebend, ob die Batterien mit Ökostrom aufgeladen werden oder nicht. Die Mikromobile sind vergleichsweise leicht und brauchen wenig Energie. Wie die Ökobilanz eines Scooters aussieht, entscheidet sich über den gesamten Lebenszyklus. Und der beginnt mit der Produktion. Abgesehen vom Verbrauch seltener Rohstoffe entstehen bei der Herstellung eines gebräuchlichen Lithium-Ionen-Akkus (für Scooter oder Pedelecs) rund 30 Kilogramm CO2. Das entspricht etwa einer Autofahrt von 200 Kilometern.