Stadtentwicklung

Grüne Oase

Es kann Balkonersatz für die Nachbarschaft und ein Ort für Kommunikation und Miteinander sein. Und es bietet Insekten Nahrung und Nistmöglichkeiten. Das Parklet hat genau die Abmessungen eines Standardparkplatzes. Es ist pflegeleicht und wird im Frühjahr mit robusten, insektenfreundlichen Pflanzen bepflanzt. Darüber hinaus ist es mobil, so dass es leicht den Platz wechseln kann. So war es zuletzt in der Schuhhausgasse gestanden und wechselt jetzt den Ort, um die Idee des mobilen Grüns an eine andere Stelle in der Innenstadt zu tragen.

Wie wollen wir in Zukunft gemeinsam wohnen?

Im Zentrum der Impulsvorträge und der Diskussion standen gemeinschaftliche Wohnprojekte als nachhaltige, zukunftsweisende und solidarische Alternative. Expert*innen und Menschen mit Praxiserfahrung aus solchen Projekten kamen zu Wort und teilten ihr Wissen und ihre Erfahrungen. Moderiert wurde die Veranstaltung von den Journalistinnen Isabella Hafner und Verena Jäger.

Mehr Grün für die Stadt mit dem Agenda-Team Landesgartenschau

Mehrere Projekte treibt das Team dafür um: 
Zwischen Wilhelmsburg und Botanischem Garten könnte unter der Überschrift „Wilder Naschpfad“ ein Infopfad über essbare Wildpflanzen entstehen. Eine Masterstudentin der Uni Ulm hat dafür im Sommer 2025 den Pflanzenbestand kartiert - und über 100 essbare Pflanzen in dem Gebiet gefunden. Erste Entwürfe für die Infotafeln hat sie ebenfalls schon entwickelt. Im  nächsten Schritt will das Team einen Kosten- und Finanzierungsplan erstellen.

Die Richtung stimmt

Die Richtung ist klar, doch der Weg dorthin muss und darf keine Einbahnstraße sein. Ideen, Wünsche und Herausforderungen, die zu einem zukunftsorientierten und umweltbewussten Ulm führen, gibt es jede Menge. Wichtig ist es sie zu bündeln und strukturiert auf den Weg zu bringen. Dies ist die Botschaft, die die Teilnehmenden eines Workshops im Ulmer Einsteinhaus formuliert und sich quasi auf die Fahnen geschrieben haben.

Die 15-min-Stadt - ganz klar auch ein Modell für Ulm

Voraussetzung für die Stadt der kurzen Wege sind eine dichte Bebauung, eine durchmischte Nutzung, sichere und attraktive Fuß- und Radwege und natürlich ein entsprechendes Angebot an Infrastruktur. Beim Agenda-Forum am 21. November im Gemeindehaus St. Georg diskutierten Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Umwelt- und Baubürgermeister Tim von Winning und Prof. Christina Simon-Philipp, Leiterin des Zentrums für nachhaltige Stadtentwicklung in Stuttgart, die Chancen und Hemmnisse für dieses Konzept.

Entwicklungspolitische Regionalkonferenz - Ressourcengerechtigkeit im Fokus

Im Zentrum stand der Dialog darüber, wie Ressourcengerechtigkeit – als gerechter und nachhaltiger Umgang mit natürlichen globalen Rohstoffen – vor Ort gefördert und gelebt werden kann. Dabei wurde besonders intensiv diskutiert, wie und was Kommunen gemeinsam mit engagierten Bürger*innen zu einem fairen Umgang mit Ressourcen beitragen können, um globale Gerechtigkeit zu unterstützen.

Die Viertelstunden-Stadt

Man stelle sich vor: Egal, wo ich in Ulm wohne - alle wichtigen Dinge des Lebens erreiche ich in höchstens einer Viertelstunde. In meinem Viertel. So muss ich, genauso wie dann auch viele andere, eben nicht mehr durch die Stadt hechten, um mein Kind in die Schule zu bringen, um zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen, um mich mit einer Freundin im Café zu treffen, um einzukaufen, um Schwimmen zu gehen. Nein. Ich lasse das Auto stehen. Genauso wie viele andere. So wird Platz frei. Platz, den vorher Autos genutzt haben. Parkplätze zum Beispiel. Weniger Autospuren sind nötig. Wunderbar!

Die Wilhelmsburg - So nah und doch so fern

Seit einigen Jahren erschallen im Sommer Musicals zwischen den Mauern, ein Start-Up züchtet in den dunkelfeuchten Räumen Pilze für den Wochenmarkt, im Innenhof spielen während drei August-Wochen „Stürmt die Burg“ Bands, da gibt’s einen Biergarten, der abends mit Lichterketten beleuchtet ist, es werden Ausstellungen gezeigt, und, und, und… Die Burg hat 570 Räume und einen riesigen Innenhof. Aus der Luft betrachtet sieht man, welche Dimension die Burg auf dem Ulmer Michelsberg einnimmt - als Teil der Bundesfestung um die Stadt.