Ulmweltwoche 2023

Lesezeit
2 Minuten
Gelesen

Ulmweltwoche 2023

0 Kommentare

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind auf eine Vielfalt von Aktivitäten und eine breite Basis in der Bevölkerung angewiesen. Die Ulmweltwoche vom 16. bis 24. Juni verdeutlichte dies und warb dafür, selbst aktiv zu werden.

Die Ulmweltwoche, die erstmals 2020 von Jugend aktiv in Ulm organisiert wurde, hat sich in diesem Jahr, nach zwei eher verhaltenen Corona-Jahren zu einer umfangreichen und erfolgreichen Aktionswoche entwickelt. Neben den Hauptorganisationen, Agenda-Büro Ulm, dem Donaubüro Ulm/Neu-Ulm mit seinem Europe Direct Zentrum, Jugend aktiv in Ulm und dem Seniorenrat Ulm, waren rund 35 weitere Partnerorganisationen beteiligt.

Gemeinsam wurde ein umfangreiches Programm realisiert, welches von Informations- und Vernetzungsveranstaltungen über Workshops bis zu kulturellen Angeboten reichte. Dabei wurden die lokalen, regionalen sowie auch die europäischen Perspektiven beleuchtet. Auch der generationenübergreifende Ansatz, der für das Thema Klimaschutz von großer Bedeutung ist, spiegelte sich in der großen Bandbreite der Aktivitäten für Jung und Alt sowie durch die Beteiligung von Jugend aktiv in Ulm und des Seniorenrats Ulm wider. 

Auftakt mit Markt der Möglichkeiten 

Ein kurzer Rückblick verdeutlicht die Vielfalt der Angebote. So fand am Samstag, den 17. Juni im ROXY ein abwechslungsreiches und kostenloses Programm mit einem Markt der Möglichkeiten von über 25 Kooperationspartnern im Bereich Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz statt. Es gab ein buntes Kinderprogramm mit Samenbombenbasteln, einem Kindertheater und der Besichtigung der EBU-Müllfahrzeuge. Der Film "One Way Boat - Eine Reise entlang der Donau" wurde gezeigt und im Anschluss gab es einen Austausch mit den Filmemachern. Ein Poetry Slam sowie zwei musikalische Einlagen rundeten das Programm ab. 

Unter der Woche fanden weitere Veranstaltungen statt, darunter eine Filmvorführung zur Verschmutzung der Donau mit Schülerinnen und Schülern des Schubart Gymnasiums, eine Fridays for Future Demo mit Redebeiträgen, ein Kindertheaterstück zum Thema Klimawandel, ein Upcycling-Workshop zur Herstellung von "Ulmwelt Bags" sowie eine Aktion mit selbst genähten Gemüsebeuteln aus Stoffresten auf dem Ulmer Wochenmarkt. 

Diskutieren und Themen vertiefen

Mehrere Diskussionsveranstaltungen boten die Möglichkeit, Themen zu vertiefen und differenziert miteinander zu diskutieren. Ein Diskussionsevent zum Thema "Grünes Europa? Ideen aus Ulm und Neu-Ulm" beleuchtete den European Green Deal. Die Teilnehmenden erarbeiteten in Workshops gemeinsame Ideen, wie vor Ort zu dessen Umsetzung und damit zu Erreichung der europäischen Klimaziele beigetragen werden kann. Es wurde klar, dass Klimaschutz nicht nur eine Sache der großen Politik, sondern auch Unternehmen, die gesamte Gesellschaft und nicht zuletzt jede und jeder Einzelne gefordert sind, ihren Teil beizutragen. 

Eine Podiumsdiskussion der "Letzten Generation" bearbeitete die Frage, wie weit ziviler Ungehorsam gehen darf und ob die teilweise sehr polarisierenden Maßnahmen dieser Gruppe gerechtfertigt und hilfreich für den Klimaschutz sind. Der sehr differenzierte und sachliche Austausch half, Aktionen wie Verkehrsblockaden besser einzuordnen und im Zusammenhang mit den großen notwendigen Veränderungen zu sehen, um den Klimawandel zu bekämpfen. 

Abschluss mit Müllsammelaktion

Den Abschluss der Ulmweltwoche machte am Samstag, 24.06.23 unter dem Titel "Spielplatz statt Müllplatz" eine gemeinsame Müllsammelaktion auf Ulmer Spielplätzen. Dabei kam eine beachtliche Menge an Müll zusammen. "Mir wäre ja lieber gewesen, wenn die Sammler*innen ohne volle Müllsäcke zurückgekommen wären, weil unsere Doppelstadt so sauber ist" sagt Ralph Seiffert, Geschäftsführer des Donaubüros. Aber trotz des fleißigen Einsatzes der Entsorgungsbetriebe kam leider noch eine ganze Menge an Kippenstummeln, Flaschen und Verpackungen zusammen. 

Die erste Ulmweltwoche in diesem Umfang erwies sich als großer Erfolg mit zahlreichen Teilnehmenden. Dieser positive Anklang bestärkt die Organisatoren darin, am Format der Ulmwelt-Aktionswoche festzuhalten und sie weiter auszubauen, mehr Menschen zu erreichen und das Bewusstsein für Umweltthemen weiter zu stärken. Denn ohne den Beitrag eines/einer jeden einzelnen kann dies nicht gelingen. "Umweltschutz und Nachhaltigkeit funktioniert nur dann, wenn sich alle an die eigene Nase fassen und ihr eigenes Verhalten reflektieren und optimieren", so Tim von Winning nach dem gemeinsamen Müllsammeln.

Petra Schmitz