Garten

Ein echtes Vorbild

Die gelernte Erzieherin war in ihrem beruflichen Werdegang zuletzt über 20 Jahre für die Lebenshilfe tätig und engagiert sich auch darüber hinaus bis heute in vielfältiger Weise ehrenamtlich. Seit 1984 pflegt sie den Garten mit Hingabe.

Grüne Oase

Es kann Balkonersatz für die Nachbarschaft und ein Ort für Kommunikation und Miteinander sein. Und es bietet Insekten Nahrung und Nistmöglichkeiten. Das Parklet hat genau die Abmessungen eines Standardparkplatzes. Es ist pflegeleicht und wird im Frühjahr mit robusten, insektenfreundlichen Pflanzen bepflanzt. Darüber hinaus ist es mobil, so dass es leicht den Platz wechseln kann. So war es zuletzt in der Schuhhausgasse gestanden und wechselt jetzt den Ort, um die Idee des mobilen Grüns an eine andere Stelle in der Innenstadt zu tragen.

Mehr Grün für die Stadt mit dem Agenda-Team Landesgartenschau

Mehrere Projekte treibt das Team dafür um: 
Zwischen Wilhelmsburg und Botanischem Garten könnte unter der Überschrift „Wilder Naschpfad“ ein Infopfad über essbare Wildpflanzen entstehen. Eine Masterstudentin der Uni Ulm hat dafür im Sommer 2025 den Pflanzenbestand kartiert - und über 100 essbare Pflanzen in dem Gebiet gefunden. Erste Entwürfe für die Infotafeln hat sie ebenfalls schon entwickelt. Im  nächsten Schritt will das Team einen Kosten- und Finanzierungsplan erstellen.

Die Natur mit allen Sinnen erfahren

Frau Dr. Sayer, wie oft sind Sie denn im Botanischen Garten?
Wenn ich in Ulm bin, auf jeden Fall einmal in der Woche. Neben meiner wissenschaftlichen Tätigkeit hier tut mir ein Spaziergang durch die Anlagen ganz einfach gut. Dies ist vor allem nach langen Besprechungen sehr heilsam, wenn ich den Kopf wieder frei bekommen muss.

Ein Garten der Artenvielfalt

Die Obstwiese in der kleinen Senke zwischen Safranberg und dem Wohngebiet am Eichengrund wurde schon in den 1940er Jahren angelegt. Nachdem bereits eine Bebauung erwogen wurde, hat sich die Stadt 1976 dann doch für die Nutzung als Kleingartenanlage entschieden. Als eine der ersten konnte Denoix‘ Mutter ein Grundstück erwerben, das er dann nach seinem Biologiestudium in Tübingen übernahm. Heute zieren den Garten 80-jährige Apfelbäume und es blüht zu jeder Jahreszeit. So sind trotz des frühen Jahres Anfang April schon fünf Schmetterlingsarten unterwegs.

So groß kann klein sein

Damit der Kleine groß raus kommt, sei es wichtig, dass - wie bei großen Gärten auch - bei der Planung an die Sichtachsen gedacht wird. Katja Richter warnt aber vor Fehlern wie diesem: „In einem schlauchartigen Garten wirkt die Betonung der längsten Achse manchmal unproportioniert. Es fehlt an Breite und der Blick durchquert den Garten wie auf einer Autobahn.“ Es sei geschickter, den Blick abschnittsweise durch den Garten zu führen.

Mit wachsender Begeisterung

Es duftet nach Rosmarin und ein paar Meter weiter nach Salbei, in einem Blumenkübel entfaltet eine Felsenbirne ihre ganz Pracht und an einer Hauswand windet sich ein Geißblatt gen Himmel. Wer Freude an der Vielfalt von Blumen, Sträuchern und Kräutern hat, dem empfehlen wir an dieser Stelle dringend einen Rundgang durch das Stadtviertel „Auf dem Kreuz“. Denn hier beweisen Anwohnerinnen und Anwohner in vielen Sträßchen, Gässchen und Gärten, wie man die eigene Wohngegend und damit die Stadt mit einfachen, kreativen Ideen grüner und attraktiver gestalten kann.

Ein Haus, in dem sich das Gemüse austobt


Steffen Köhler, 42, aus Thalfingen bei Ulm hat sich und seiner Familie sogar ein ganz besonderes Gewächshaus gebaut. Aus alten Fenstern, die sonst irgendwo auf dem Müll gelandet wären. Er sagt: „Wenn man sich mal vorstellt, wie viele Leute ihre Fenster tauschen, und dass überall, wo ein neues reinkommt, auch ein altes verschwindet…“ Sein Tipp: „Einfach mal einen Fensterbauer anrufen!“