Klimaschutz

Mehr als nur grün

Jeder entsiegelte und begrünte Quadratmeter ist wichtig für das Stadtklima. Seit diesem Jahr beteiligt sich die Stadt mit ihrem Entsiegelungsprogramm an der Initiative „abpflastern.de“. Jetzt kann sie eine zweite Fläche zur Wertung einreichen. Insgesamt wurden am Sudhaus in der Weststadt knapp 200 Quadratmeter neugestaltet. Rund 145 Quadratmeter entfallen auf neue Staudenflächen und Baumpflanzungen, weitere etwa 45 Quadratmeter auf eine neu angelegte Platzfläche mit Sitzgelegenheiten.

Biotreppe und andere Zumutungen: Was sich für Eigentümer*innen jetzt ändert

Was bringt die „Biotreppe“?

Um die Verantwortung für die Wärmewende in Richtung der Energieversorger zu verschieben, sieht das GModG vor, den Anteil erneuerbarer Energien an den Heizstoffen Öl und Gas schrittweise zu erhöhen – allerdings  erst nach der nächsten Bundestagswahl: 10 % ab 2029 | 15 % ab 2030 | 30 % ab 2035 | 60 % ab 2040. So soll das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 erreicht werden. 

Vom Balkon bis zur Kommune

Energie aus erneuerbaren Quellen leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Unabhängigkeit von Großkonzernen und weltpolitischen Verwerfungen, schont Ressourcen, behält die Wertschöpfung in der Region, stärkt das Wir-Gefühl und macht Selbstwirksamkeit erfahrbar.

Wie wir trotz Gegenwind auf Bundesebene zusammen den Ausbau von Solarstrom weiter voranbringen können, wollen das Agenda-Büro und die Regionale Energieagentur Ulm mit dem  Photovoltaik-Netzwerk Donau Iller in mehreren Veranstaltungen zeigen und diskutieren.

Nur einen Augenblick entfernt

Als gebürtiger Rheinländer leben Sie jetzt seit 30 Jahren in Ulm. Was hat sie an die Donau verschlagen? 
Das kann ich Ihnen ganz einfach beantworten: Meine Frau, die ich im Rheinland kennengelernt habe, ist beruflich nach Ulm gegangen und ich bin natürlich mitgekommen und fühle mich hier pudelwohl. Wir haben einen großen Freundeskreis. Mittlerweile habe ich mich auch an das Schwäbische gewöhnt, auch wenn ich es – im Gegensatz zum Schwyzerdütsch – nicht nachmachen kann. Aber ich verstehe … fast … alles und freue mich, dass ich da bin.

Vorsorgen hilft: Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt

„Stilles Sterben“ nennt Martin Herrmann den Hitzetod. Der promovierte Arzt ist Vorsitzender und Mitbegründer von KLUG, der Allianz für Klimawandel und Gesundheit. Bei Vorträgen fragt er sein Publikum mitunter, wie viel Prozent der Todesopfer durch Klimakatastrophen auf das Konto von Hitzewellen gehen. 20, 40 oder 70 Prozent? Die Antwort: 90. 

50 Grad sind schnell erreicht

Anders als Erwachsene haben besonders kleinere Kinder oder Babys noch keine gut ausgebildeten und trainierten Schweißdrüsen. Sie schwitzen deshalb weniger. Schweiß hilft dem Körper aber, sich selbst abzukühlen. Hinzu kommt, dass Kinder eine viel geringere Körperoberfläche haben, über die sie schwitzen könnten. Auch ein leicht geöffnetes Fenster bringt bei solchen Temperaturen wenig. Daher wird das Zurücklassen von kleinen Kindern als Straftat bewertet. 

Cool bleiben

Vorhang zu. Ein Ruck und schon wird es an einem heißen Sommertag kühl in der Wohnung. Bei Gabriele Renner wird es noch kühler. Denn die Geschäftsführerin der Ulmer Pervormance International GmbH hat gemeinsam mit ihrer Schwester Sabine Stein einen Vorhang mit einer Kühlung von bis zu 660 Watt entwickelt, der zehn Stunden lang für ein gesundes Raumklima sorgt. Und das geht so: Der Vorhang wird mit Wasser besprüht, das an dem Hightech-Vlies haften bleibt und nicht auf den Boden tropft. 

Wenn die Stadt Wasser aufsaugt und wieder abgibt

Kopenhagen hat sich nach einer Unwetterkatastrophe im Jahr 2011 zu so einer Schwammstadt umbauen lassen. Da ist zum Beispiel der Bolzplatz im Park. Schüttet es mal wieder wie aus Eimern, verwandelt der sich in eine übergroße Badewanne. Sie kann 23 Millionen Liter Wasser fassen. Wasser, das womöglich Keller und Wohnungen fluten würde. Den Sportplatz haben Architekten extra tiefer gelegt. Genauso einen Rosengarten und einen kleinen See. So können alle drei noch mehr Wasser aufnehmen. In einem unterirdischen Becken wird Regenwasser aus den Dachrinnen des Viertels gesammelt.