Stadtentwicklung

Ein Ort zum kreativen Auftanken inmitten des Alltagsverkehrs

Jammerschade! Denn die kleine Galerie - der sogenannte Kunstpool - ist an den betriebsamen Ort Anfang 2020 gezogen. Hier überraschen an diesem Tag großformatige Acryl-Ölbilder mit Collageelementen, in die auch hinein gezeichnet wurde. „Jeder Tag eine Tretmine“ heißt die Ausstellung der Schweizer Künstlerin Marita Tobner. Ihre Werke tragen Namen wie „Papageiengeflüster“, „Am Tag als der Regen kam“ und „Durchs Raster gefallen“. Marita Tobner will Verflechtungen und Widersprüchlichkeiten im menschlichen Sein aufdecken. Und zur Diskussion stellen.

So ein Theater(-neubau)!

Der 60er-Jahre-Beton-Bau des Ulmer Theaters soll ein Geschwisterchen bekommen. Gleich dahinter. In dem mehrgeschossigen Bau sollen das Kinder- und Jugendtheater Platz finden, aber auch Proberäume und Werkstätten. Baubeginn des 30-Millionen-Projekts ist für 2024 geplant. Die Jury hat sich für den Entwurf des 72-jährigen Max Dudler entschieden - ein Schweizer Architekt, der übrigens auch die Heidenheimer Stadtbibliothek geplant hat. Er ist bekannt für seinen Minimalismus.

Adenauerbrücke soll leistungsfähiger werden: Für die autogerechte Stadt

Die Adenauerbrücke ist die wichtigste der drei Auto-Brücken über die Donau in Ulm. Über sie fließt der Verkehr der B10, sie ist als Verteiler zur B28 Richtung Westen wichtig, aber auch zur B311 nach Erbach. Auf ihr gelangt man zur A8 und Richtung A7 in den Süden. Wer aus Stuttgart ins Allgäu oder nach Österreich will, nimmt nicht den Umweg übers Kreuz Elchingen. Er kürzt ab durch die Stadt.

Parken - Ein von der Allgemeinheit subventionierter Luxus?

Langsam ruckeln Autos über das Kopfsteinpflaster im Fischerviertel: Parkplatzsuche. Doch hier ein Halteverbot, da dürfen nur Patienten parken, woanders nur Bewohner. Ein Bewohner gibt zu, dass er selbst oft bis zu einer halben Stunde suche. Vor allem nervt ihn, dass manch einer sich einfach seine eigene, experimentelle Lösung erlaubt: „Manche parken hier wie die Wilden. Dieser Rollerfahrer zum Beispiel, der macht’s ganz interessant. Immer wenn er mit dem Auto weg muss, stellt er einfach seinen Roller auf den Parkplatz.

Das Ehinger Tor: Utopie oder Zukunft?

Wenn man nebenbei noch einen Blick riskiert auf das steinerne Monument, den Torbogen, der diesem Knoten vor fast 200 Jahren seinen Namen gegeben hat - naja, dann hat man eh verloren. Ist man dagegen als Fußgänger oder Radler unterwegs in die Weststadt, dann muss man diese breiten Straßen mit den vielen Ampeln überwinden. Man hangelt sich von (Verkehrs-)Insel zu (Verkehrs-)Insel, dazwischen der nicht abreißende Strom an Verkehr. Die B10 verläuft zwar teils unter dem Ehinger Tor, in der Erde, aber oben drüber liegt nochmal ein großer Teppich Straßen. Sie zerschneiden Ulm.

Werden Sie Stadtteilgestalter*in

Kurzzeitengagements bietet engagiert in ulm schon seit vielen Jahren an. Ob Kuchen backen, die Mithilfe bei einer Veranstaltung, handwerkliche Tätigkeiten, die Mitwirkung bei der Organisation und Durchführung von Projekten oder die Begleitung bei Ausflügen – alle Engagements, die unverbindlich, lokal und zeitlich befristet sind, sind hier möglich.

Grüne Pläne für den "Weinberg"

Der Bebauungsplan „Am Weinberg“ von 2018 legt für das insgesamt 9 Hektar große Areal der ehemaligen Kaserne nur Flächen und Geschosshöhen der möglichen Gebäude fest. Schrittweise werden die einzelnen Bauabschnitte jetzt zur Vergabe ausgeschrieben, wobei ein fester Anteil für Baugemeinschaften reserviert ist. Aktuell stehen 9 Baufelder zur Vergabe, etwa die Hälfte der Gesamtfläche. Bis April 2021 will der zuständige Ausschuss über die Gewinner entscheiden. Dabei wendet die Stadt ein Verfahren an, das bereits am Safranberg erfolgreich war.