Gesellschaft und Soziales

Sehr gut und sehr teuer

Wenn Katrin Albsteiger über Nachhaltigkeit in der Region denkt, hat sie ein Bild von grünen Städten vor Augen. „Das liegt daran, dass ich eine große Anhängerin von Fassadenbepflanzungen bin“, so die Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm. Heiner Scheffold sieht die vielfältige Schönheit des Alb-Donau-Kreises vor sich, mit einer starken Wirtschaft, einem großen gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Ich sehe auch viele PV-Freiflächenanlagen und zunehmend Windräder, die hoffentlich noch mehr werden“, so der Landrat.

Cool down, aber zackig!

Margrit Weig aus Einsingen meidet die Ulmer Innenstadt an einem heißen Sommertag. Wenn sie doch mal in die Stadt muss, sucht sie die Nähe zur Donau. Der Fluss kühlt die Umgebungsluft um ein bis drei Grad ab. Das Wasser verdunstet und entzieht dabei der Luft Wärme. Grundsätzlich wünscht sie sich für Ulm mehr Grün, damit es auch in der direkten Innenstadt, rund um die Geschäfte, kühle Oasen gibt. Bitteschön, ihr Wort in der Stadtverwaltung Ohren. 

Wassermelone, Wickel und Wannenbäder

Grundlage ist ein Stufenplan, der sich an den Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes orientiert. Dabei gibt es fünf Stufen, beginnend bei präventiven Maßnahmen bis hin zu Maßnahmen bei lang andauernden Hitzeperioden. Für jede Einrichtung gibt es Verantwortliche für die Anwendung des Hitzeschutzplans. Diese sollen aus den für die jeweilige Stufe vorgeschlagenen Maßnahmen diejenigen auswählen, die für ihre Bewohner und Mitarbeitenden relevant sind und am besten dazu beitragen, Bewohner und Mitarbeitende möglichst gut vor Sommerhitze zu schützen bzw.

Freiwilligenagentur engagiert in ulm e.V.

Kurzzeit-Engagement stärker gefragt 

Wer eine Ausbildung macht, berufstätig ist oder den Familienhaushalt managt, dem bleibt oft wenig Luft für ehrenamtliches Engagement. Auf diese Lebenssituationen sind zunehmend Kurzzeit-Angebote ausgerichtet. Die Freiwilligenagentur „engagiert in ulm” wirbt daher in diesem Jahr auch für solche flexiblen, zeitlich begrenzten und projektbezogenen Einsatzmöglichkeiten.

8. EngagierDich-Woche ein einzigartiges Schaufenster

Die Vereine und Initiativen, die in diesem Jahr teilnahmen, öffneten die Türen ihrer Einrichtungen für alle Interessierten und luden vor Ort zu Führungen, Mitmachangeboten und Gesprächen mit Ansprechpartner:innen ein. „Ehrenamtliches Engagement prägt das Gesicht unserer Stadt”, betonte Schirmherr Oberbürgermeister Martin Ansbacher in seinem Grußwort.

Eigene Akzente setzen

Unter den 200 Gästen waren unter anderem Markus Blume, bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Eva Treu, Landrätin des Landkreises Neu-Ulm, Dr. Hans Reichhart, Landrat des Landkreises Günzburg, Katrin Albsteiger, Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm, Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm und Dr. Beate Merk, Staatsministerin a.D., Ehrensenatorin und Vorsitzende des Hochschulrats der HNU. 

Passt bitte auf euch auf!

Ich bin zu früh. Kurz nach 18 Uhr steige ich die Treppe zum Übernachtungsheim hinauf. Hier, in der Frauenstraße, startet um 18.30 Uhr der Kältebus des Deutschen Roten Kreuzes seine Runden durch die Stadt - und ich bin für unser Leserinnen und Leser dabei, und weiß - ehrlich gesagt - nicht, was mich erwartet. Um die Wartezeit zu verkürzen, bittet mich der Mann am Empfang freundlich, in seinem Raum Platz zu nehmen, wo schon die Thermoskannen mit Tee, Kaffee und heißem Wasser für das ehrenamtliche Team des Kältebusses bereitstehen.

Acht Schlafplätze für wohnsitzlose junge Menschen

Immer mehr junge Erwachsene haben kein Zuhause. Im November des vergangenen Jahres waren rund 40 junge Menschen bekannt, die ohne Unterkunft sind oder in instabilen Wohnsituationen leben. Aus diesem Grund hat die Stadt am Trollingerweg ein Gebäude erworben und wird hier eine Notschlafstelle für junge Menschen einrichten, die sich überwiegend im Stadtgebiet aufhalten. Es ist ein wichtiges Angebot, das Schutz und Orientierung bieten soll. Denn viele Obdachlose sind Übergriffen, Bedrohungen, sexualisierter Gewalt oder Diebstahl ausgesetzt.

Mehr als drei Gänge

Jürgen Burkhardt, 61, aus Ulm-Lehr trägt eine Schildmütze verkehrtherum und führt sich ein Rezept von Chefkoch auf dem Handy zu Gemüte - obwohl er hier im DRK-Übernachtungsheim für Wohnsitzlose „nur“ der Beikoch ist. Aber www.beikoch.de gibt es ja auch nicht… Burkhardt ist heute für die Nachspeise zuständig. Nussstangen soll’s geben. Nie zuvor gemacht… Eigentlich programmiert er beruflich CNC-Fräsmaschinen. Hin und wieder ist er in der Küche des DRK-Übernachtungsheim als Beikoch zu Gange. „Ich habe nie gekocht.