Natur und Umwelt

Menschen für die Natur begeistern

Naturschutzbeauftragte sind eine zentrale Schnittstelle zwischen Fachwissen, Verwaltung und der praktischen Entwicklung der Stadt- und Naturräume. Ihre Aufgabe ist es nicht, Entscheidungen zu treffen, sondern sie fundiert vorzubereiten, zu begleiten und kritisch zu prüfen. Immer dann, wenn Bauvorhaben, Planungen oder Maßnahmen Auswirkungen auf Natur und Landschaft haben könnten, kommen sie ins Spiel.

Wilder Naschpfad - Über 170 Pflanzenarten dokumentiert

Beeren, Wurzeln, Kräuter, Früchte: Seit Jahrtausenden begleiten Pflanzen die Menschheitsgeschichte. Dennoch besitzen heute nur noch wenige Menschen eine umfassende Kenntnis über Pflanzenarten und die Möglichkeiten ihrer Nutzung. Das Agenda-Team Landesgartenschau hat dabei besonders essbare Wildpflanzen im Auge: Als eigenes Angebot zur Landesgartenschau 2030 und darüber hinaus wollen die Engagierten aus Bürgerschaft und Fachkreisen einen Lehr- und Mitmachpfad entlang der Wilhelmsburg und bis zum Botanischen Garten einrichten.

Feuchtgebiete – wertvolle Lebensräume und Klimaschützer

Feuchtgebiete gehören zu den vielfältigsten und zugleich schützenswertesten Landschaftstypen der Erde. Dazu zählen Moore, Auenwiesen, Niedermoore, Sümpfe, Bruchwälder und Feuchtwiesen. Charakteristisch für diese Gebiete ist ein hoher Wasserstand – dauerhaft oder saisonal –, der besondere Lebensbedingungen schafft. Ökologisch sind sie von enormer Bedeutung: Ihre Böden sind reich an organischem Material, sie filtern Wasser, puffern Hochwasser und bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren Lebensraum, darunter viele Vögel, Amphibien, Libellen und seltene Pflanzen.

Ein echtes Vorbild

Die gelernte Erzieherin war in ihrem beruflichen Werdegang zuletzt über 20 Jahre für die Lebenshilfe tätig und engagiert sich auch darüber hinaus bis heute in vielfältiger Weise ehrenamtlich. Seit 1984 pflegt sie den Garten mit Hingabe.

Grüne Oase

Es kann Balkonersatz für die Nachbarschaft und ein Ort für Kommunikation und Miteinander sein. Und es bietet Insekten Nahrung und Nistmöglichkeiten. Das Parklet hat genau die Abmessungen eines Standardparkplatzes. Es ist pflegeleicht und wird im Frühjahr mit robusten, insektenfreundlichen Pflanzen bepflanzt. Darüber hinaus ist es mobil, so dass es leicht den Platz wechseln kann. So war es zuletzt in der Schuhhausgasse gestanden und wechselt jetzt den Ort, um die Idee des mobilen Grüns an eine andere Stelle in der Innenstadt zu tragen.

Mehr Grün für die Stadt mit dem Agenda-Team Landesgartenschau

Mehrere Projekte treibt das Team dafür um: 
Zwischen Wilhelmsburg und Botanischem Garten könnte unter der Überschrift „Wilder Naschpfad“ ein Infopfad über essbare Wildpflanzen entstehen. Eine Masterstudentin der Uni Ulm hat dafür im Sommer 2025 den Pflanzenbestand kartiert - und über 100 essbare Pflanzen in dem Gebiet gefunden. Erste Entwürfe für die Infotafeln hat sie ebenfalls schon entwickelt. Im  nächsten Schritt will das Team einen Kosten- und Finanzierungsplan erstellen.