Richtfest für das Leplat-Areal in Neu-Ulm
Am 14. April fand das Richtfest des Leplat-Areals mit Redebeiträgen von Vertretern des Bayrischen Landtags und der Neu-Ulmer Oberbürgermeistern Katrin Albsteiger statt.
Am 14. April fand das Richtfest des Leplat-Areals mit Redebeiträgen von Vertretern des Bayrischen Landtags und der Neu-Ulmer Oberbürgermeistern Katrin Albsteiger statt.
Die Donau-Energie weihte die Anlage im Januar voller Stolz ein. 70 Mitglieder und Gäste waren dabei, als Vorstand Dr. Wilfried Clauß gemeinsam mit Bürgermeister Tim von Winning und einem Vertreter der beauftragten Solarfirma M & W Schlecker symbolisch den Startknopf drückten. Schon bald sollen weitere Projekte folgen: Clauß gab anlässlich der Einweihung einen Ausblick auf die Dächer der PestalozziSchule in unmittelbarer Nähe und die Erich-Kästner-Schule in Ludwigsfeld, die beide in nächster Zeit mit Photovoltaik
belegt werden sollen.
Einer, der es wissen muss, ist Roland Mäckle, Leiter der Regionalen Energieagentur Ulm (REA). Zur Zeit ist er wohl einer der meistbeschäftigten Experten in der Region. Mit seinem Berater-Team klärt er auf und hat schon tausende Haushalte beraten, wie die Energiewende im individuellen Rahmen gelingen kann. Stellt nun das neue GEG im Heizkeller alles auf den Kopf? Roland Mäckle winkt ab. „Im Grunde haben wir die meisten Vorschriften schon viel länger, etwa in Form des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes von 2010. Neu ist nur das 65-Prozent-Ziel für erneuerbare Energien bei neu eingebauten Heizungen.
Die kommunale Wärmeplanung wurde in Ulm bereits 2023 fertiggestellt. Damit wird auch das 65-Prozent-Ziel wirksam. Was bedeutet das nun konkret für Ulmer Haushalte?
Die Fernwärme deckt den Wärmebedarf unseres Einfamilienhauses mit etwa 100 qm Wohnfläche. Die Heizung wird durch einen Außentemperaturfühler gesteuert. Nach dem Einzug im Jahr 1998 wurde die Übergabestation für Heizung und Warmwasser inklusive Warmwasserspeicher für rund 16.000 DM komplett erneuert. Seither arbeitet die Anlage problemlos.
Die Idee stammt aus einer Bürgerwerkstatt im Rahmen des Digitalisierungs-Projekts „zukunftskommune@bw“ im Frühjahr 2019. Die Beteiligten fragten sich, wie man auch als Mieter*in ohne Eigenheim etwas für die Energiewende tun kann. So entstand neben dem „smarten Gemüsebeet“ und der Klima-Messung per LORAWAN die Projektidee zur haushaltseigenen Stromversorgung über Solarmodule. Klingt recht einfach, denn Photovoltaik (PV) ist ja nichts Neues.
Plug & Play – mit Solarmodulen direkt ans Netz
Es kann so einfach sein: Solarmodul auf den Balkon – Kabel verlegen – einstecken – fertig. Was bis vor wenigen Jahren technikaffinen Bastlern vorbehalten war, ist inzwischen standardmäßig erhältlich. Steckerfertige Mini-Anlagen, auch PV-Plug genannt, dürfen in Deutschland mit bis zu 600 Watt Leistung im Haushalt genutzt werden. Dies entspricht etwa zwei Standard-Modulen (Fläche je ca. 100cm x 170cm), die z.B. an der Balkonbrüstung fest installiert werden.
Ist der Strom vom eigenen Dach wirtschaftlich?