Klimaschutz

Cool down, aber zackig!

Margrit Weig aus Einsingen meidet die Ulmer Innenstadt an einem heißen Sommertag. Wenn sie doch mal in die Stadt muss, sucht sie die Nähe zur Donau. Der Fluss kühlt die Umgebungsluft um ein bis drei Grad ab. Das Wasser verdunstet und entzieht dabei der Luft Wärme. Grundsätzlich wünscht sie sich für Ulm mehr Grün, damit es auch in der direkten Innenstadt, rund um die Geschäfte, kühle Oasen gibt. Bitteschön, ihr Wort in der Stadtverwaltung Ohren. 

Wassermelone, Wickel und Wannenbäder

Grundlage ist ein Stufenplan, der sich an den Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes orientiert. Dabei gibt es fünf Stufen, beginnend bei präventiven Maßnahmen bis hin zu Maßnahmen bei lang andauernden Hitzeperioden. Für jede Einrichtung gibt es Verantwortliche für die Anwendung des Hitzeschutzplans. Diese sollen aus den für die jeweilige Stufe vorgeschlagenen Maßnahmen diejenigen auswählen, die für ihre Bewohner und Mitarbeitenden relevant sind und am besten dazu beitragen, Bewohner und Mitarbeitende möglichst gut vor Sommerhitze zu schützen bzw.

Ist noch Wasser da?

Den größten Teil des Ulmer Stadtgebiets und den Süden versorgen die SWU aus den Brunnen der „Roten Wand“ an der Iller mit Trinkwasser. Die Ortsteile Lehr, Mähringen und Jungingen erhalten Wasser vom Zweckverband „Ulmer Alb“ mit Brunnen z.B. im kleinen Lautertal. Immer wichtiger wird auch der Anschluss an die Landeswasserversorgung (LW), damit bei Engpässen weiter Wasser aus dem Hahn fließen kann. Die LW bezieht das Trinkwasser vor allem aus dem Donaumoos bei Langenau, aber auch aus aufbereitetem Donauwasser. Nicht nur Dürreperioden können zu Wassermangel führen.

Ulms Weg zur Nachhaltigkeit

„Vision 2030“, „Klimaneutralität“, „nachhaltige Stadtentwicklung“ – Begriffe, die uns aus Berichten, Nachrichten und Debatten längst vertraut sind. Doch ihre Botschaft ist ebenso einfach wie dringlich: In den Städten entscheidet sich der Wandel, denn auf sie entfallen über 70 % der weltweiten CO₂-Emissionen, 66 % des Energieverbrauchs und mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Über 75 Prozent der Europäer leben in urbanen Räumen. Wie wir uns dort fortbewegen, heizen, einkaufen und mit Ressourcen umgehen.

Titelerneuerung mit vielfältigem Programm zur Fashion Revolution

Oberbürgermeister Martin Ansbacher freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die erneute Auszeichnung zeigt, wie stark Nachhaltigkeit und fairer Handel in Ulm verankert sind. Lokale Akteurinnen und Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier bereits seit langem sehr erfolgreich eng für das gemeinsame Ziel zusammen.“

Feuchtgebiete – wertvolle Lebensräume und Klimaschützer

Feuchtgebiete gehören zu den vielfältigsten und zugleich schützenswertesten Landschaftstypen der Erde. Dazu zählen Moore, Auenwiesen, Niedermoore, Sümpfe, Bruchwälder und Feuchtwiesen. Charakteristisch für diese Gebiete ist ein hoher Wasserstand – dauerhaft oder saisonal –, der besondere Lebensbedingungen schafft. Ökologisch sind sie von enormer Bedeutung: Ihre Böden sind reich an organischem Material, sie filtern Wasser, puffern Hochwasser und bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren Lebensraum, darunter viele Vögel, Amphibien, Libellen und seltene Pflanzen.

Wege zum klimaneutralen Leben

Erforscht wird, wie klimaneutrales Leben gelingen kann, welche Klimaschutzmaßnahmen typischerweise umgesetzt werden, welche Hindernisse und Erfolge sich in der Alltagspraxis zeigen. Ulm ist als eine von über 30 Partnerkommunen beteiligt und ruft Interessierte zur Teilnahme an der Studie auf. Unser Ziel: Wir finden bis Ende Februar 25 Ulmer Haushalte, die mitmachen.

AK Energie: Energetische Verbesserungen am Gebäude stehen im Mittelpunkt

Fünf Hauseigentümer waren beispielhaft zu energetischen Verbesserungen am Gebäude beraten worden, daraus entstanden Energie-Steckbriefe. Bei allen Häusern wude abgeschätzt, dass sich die Investitionen über die Einsparungen innerhalb 10 bis max. 15 Jahren amortisieren würden. Mehr Infos zum Projekt Roter Berg unter ulm-agenda21.de

HNU will bis 2040 treibhausgasneutral sein

„Klimaschutz ist für uns nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung“, betont Prof. Dr. Julia Kormann, Vizepräsidentin der HNU: „Mit unserem Klimaschutzkonzept schaffen wir eine fundierte Grundlage, um als Hochschule aktiv zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen – in der Lehre, in der Forschung und im täglichen Betrieb.“