Eigene Akzente setzen

An der Hochschule Neu-Ulm (HNU) wurde ein bedeutender Führungswechsel vollzogen. Nach zwei Jahrzehnten an der Spitze der Hochschule übergab Prof. Dr. Uta M. Feser ihr Amt als Präsidentin an Prof. Dr. Julia Kormann, die nach 15 Jahren als Vizepräsidentin zum 1. März 2026 offiziell die Leitung der HNU übernommen hat. 

Unter den 200 Gästen waren unter anderem Markus Blume, bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Eva Treu, Landrätin des Landkreises Neu-Ulm, Dr. Hans Reichhart, Landrat des Landkreises Günzburg, Katrin Albsteiger, Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm, Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm und Dr. Beate Merk, Staatsministerin a.D., Ehrensenatorin und Vorsitzende des Hochschulrats der HNU. 
In ihrer Eröffnungsrede sagte Prof. Dr. Uta M. Feser: „Wenn ich auf meine vier Amtszeiten als Präsidentin der HNU zurückblicke, bleiben mir einige Grundsätze im Kopf, die mich durch dieses Amt geleitet haben, etwa Beharrlichkeit und strategischer Weitblick – und die Erkenntnis, dass zu viel Struktur Innovationen hemmt. Den Staffelstab gebe ich heute mit Freude weiter, denn ich weiß: Die HNU ist in guten Händen. Mit Prof. Dr. Julia Kormann übernimmt eine Präsidentin, die mit analytischem Scharfsinn und echter Begeisterungsfähigkeit eigene Akzente setzen wird.“ 
In ihrem Impuls skizzierte die neue Präsidentin die strategische Ausrichtung ihrer Amtszeit. Sie betonte, dass die großen Herausforderungen der Zukunft nur im Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu bewältigen seien. Zugleich betonte sie die Verantwortung der HNU, zur Resilienz in Gesellschaft, Unternehmen und Kommunen beizutragen – eine Aufgabe, die sie vor dem Hintergrund aktueller globaler Unsicherheiten als zunehmend zentral einordnet. Themen wie Gesundheitsförderung, mentale Gesundheit und Selbstfürsorgekompetenz, die sie als Vizepräsidentin schon maßgeblich geprägt hat, sollen dabei weiter ausgebaut werden. 
„Lasst uns gemeinsam die Innovationen mit Impact hervorbringen, derer unsere Region bedarf, in einem gemeinsamen Strategieprozess die Transformation gestalten und den Bedarfen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zuhören“, so Kormann. 
Seit dem Amtsantritt von Prof. Dr. Uta M. Feser im Jahr 2006 entwickelte sich die HNU von einer jungen Hochschule mit 1.800 Studierenden zu einer modernen, international vernetzten und regional verankerten Institution mit aktuell 4.400 Studierenden. Sie trieb den Ausbau des Studienangebots ebenso voran wie die Gründung zentraler Forschungseinrichtungen. Internationale Hochschulpartnerschaften und die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wurden unter ihrer Führung systematisch gestärkt. Mit strategischem Weitblick, Gestaltungswillen und einer klaren Vision formte sie das Profil der HNU nachhaltig und erwirkte 2024 etwa das eigenständige Promotionsrecht für die HNU.

Prof. Dr. Julia Kormann (links) und Prof. Dr. Uta M. Feser mit Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst.
Foto: HNU