Bauen und Wohnen

Wie wollen wir in Zukunft gemeinsam wohnen?

Im Zentrum der Impulsvorträge und der Diskussion standen gemeinschaftliche Wohnprojekte als nachhaltige, zukunftsweisende und solidarische Alternative. Expert*innen und Menschen mit Praxiserfahrung aus solchen Projekten kamen zu Wort und teilten ihr Wissen und ihre Erfahrungen. Moderiert wurde die Veranstaltung von den Journalistinnen Isabella Hafner und Verena Jäger.

AK Energie: Energetische Verbesserungen am Gebäude stehen im Mittelpunkt

Fünf Hauseigentümer waren beispielhaft zu energetischen Verbesserungen am Gebäude beraten worden, daraus entstanden Energie-Steckbriefe. Bei allen Häusern wude abgeschätzt, dass sich die Investitionen über die Einsparungen innerhalb 10 bis max. 15 Jahren amortisieren würden. Mehr Infos zum Projekt Roter Berg unter ulm-agenda21.de

Klingt gut!

Das gibt es wahrlich nicht oft. Spaziergänger hören beim Gang über die kleine Blau ihre eigenen Schritte und wie die Brücke bei unterschiedlicher Belastung oder Temperaturveränderungen klingt. Möglich wird dies durch 42 Sensoren, die in der Brücke verbaut sind. Sie dienen in erster Linie der Materialforschung für das EU-Projekt „Smart Circular Bridge“ und seinem neuartigen Werkstoff aus Flachsfasern und einem bio-basierten Polyesterharz. Auf Basis der Sensordaten übersetzen die „Klangerfinder“ die Schritte von Passanten in komplexe Klanglandschaften. 

Besser heizen, Kosten sparen

Mit überschaubarem Finanzaufwand die Heizkosten im Eigenheim erheblich reduzieren. Mit diesem Ziel befasst sich das Projekt „Besser heizen, Kosten sparen: So gelingt die Wärmewende“. Das neu gegründete Team Wärmewende führte im letzten halben Jahr dazu ein Modellprojekt mit Energieberatungen am Roten Berg durch. Auf einem öffentlichen Infotag im Pfarrheimsaal in Söflingen erkundigten sich Anfang April mehr als 100 interessierte Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer über solche Maßnahmen.

Die Viertelstunden-Stadt

Man stelle sich vor: Egal, wo ich in Ulm wohne - alle wichtigen Dinge des Lebens erreiche ich in höchstens einer Viertelstunde. In meinem Viertel. So muss ich, genauso wie dann auch viele andere, eben nicht mehr durch die Stadt hechten, um mein Kind in die Schule zu bringen, um zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen, um mich mit einer Freundin im Café zu treffen, um einzukaufen, um Schwimmen zu gehen. Nein. Ich lasse das Auto stehen. Genauso wie viele andere. So wird Platz frei. Platz, den vorher Autos genutzt haben. Parkplätze zum Beispiel. Weniger Autospuren sind nötig. Wunderbar!

Wir können Wärmewende!

Einer, der es wissen muss, ist Roland Mäckle, Leiter der Regionalen Energieagentur Ulm (REA). Zur Zeit ist er wohl einer der meistbeschäftigten Experten in der Region. Mit seinem Berater-Team klärt er auf und hat schon tausende Haushalte beraten, wie die Energiewende im individuellen Rahmen gelingen kann. Stellt nun das neue GEG im Heizkeller alles auf den Kopf? Roland Mäckle winkt ab. „Im Grunde haben wir die meisten Vorschriften schon viel länger, etwa in Form des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes von 2010. Neu ist nur das 65-Prozent-Ziel für erneuerbare Energien bei neu eingebauten Heizungen.

Gute Erfahrungen mit Fernwärme

Die Fernwärme deckt den Wärmebedarf unseres Einfamilienhauses mit etwa 100 qm Wohnfläche. Die Heizung wird durch einen Außentemperaturfühler gesteuert. Nach dem Einzug im Jahr 1998 wurde die Übergabestation für Heizung und Warmwasser inklusive Warmwasserspeicher für rund 16.000 DM komplett erneuert. Seither arbeitet die Anlage problemlos.