Nachhaltiger Konsum

Möbellager statt Sperrmüll: Leipheim macht es Ulm vor

Die schöne Kommode aus massivem Obstbaumholz war ein Geschenk eines Onkels, der sie nicht mehr nutzte. Sie fand ein zweites Leben in der Ulmer Wohnung der Nichte, doch nach einem Umzug war auch da kein Platz mehr. Zum Sperrmüll? Undenkbar! Sozialkaufhäuser in Ulm und Neu-Ulm nehmen nur Kleinmöbel wie Stühle oder Kinderbettchen an. Familie und Freunde hatte auch keinen Bedarf, fürs Verkaufen über Online-Portale fehlten Zeit und Lust. Die Lösung für das gute Stück war schließlich das Möbellager der Caritas, nicht etwa hier, sondern in Leipheim.

Titelerneuerung mit vielfältigem Programm zur Fashion Revolution

Oberbürgermeister Martin Ansbacher freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die erneute Auszeichnung zeigt, wie stark Nachhaltigkeit und fairer Handel in Ulm verankert sind. Lokale Akteurinnen und Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier bereits seit langem sehr erfolgreich eng für das gemeinsame Ziel zusammen.“

Fashion Revolution Ulm/Neu-Ulm erarbeitet Leitbild

Schlechte Arbeitsbedingungen und mangelnde Sicherheit sind in vielen Textilfabriken in den Herkunftsländern unserer Kleidung an der Tagesordnung. Dem will die Fashion Revolution Bewegung etwas entgegensetzen: Mit Kampagnen- und Vernetzungsarbeit soll der öffentliche Diskurs über die Textilindustrie und unser Konsumverhalten gefördert und ein Wandel in der Branche erreicht werden.

Alle Jahre wieder

Sie liebt Mohnblumen. Weil sie schön fluffig sind und immer dann blühen, wenn sie Geburtstag hat. Wer Renate Dreiheller kennt, der weiß, dass es für sie ein Leichtes ist, dieses Vergnügen das ganze Jahr über zu haben. Dazu benötigt die Medizinisch-technische Assistentin lediglich eine Fahrradspeiche, einen ausrangierten Deckel einer Konservendose und einen in Fransen geschnittenen Kronkorken und etwas Farbe – und fertig ist ihre Lieblingsblume.

Was soll ins Kinderzimmer?


Frau Witte, lieber Spielzeug aus Holz oder Plastik?
Gutes, nachhaltiges Spielzeug ist nicht unbedingt aus Holz. Für uns als „spiel gut“ ist ein Spielzeug nachhaltig, wenn es einen hohen Wiederspielwert hat und viele Jahre lang interessant bleibt. Zum Beispiel Konstruktionsmaterial, Bauklötze oder Kugelbahnen. Nachhaltig ist generell auch Spielzeug, mit dem über Generationen hinweg gespielt werden kann - weil es eine gute Qualität hat und einen hohen Aufforderungscharakter.

Weihnachten mal anders: Nachhaltig schenken mit Secondhand in Ulm

Warum Secondhand kaufen?

Wenn mehr Menschen auf recycelte oder wiederaufbereitete Produkte als Geschenke setzen würden, ließe sich der ökologische Fußabdruck dieser Feste deutlich verringern. Secondhand-Käufe tragen schließlich dazu bei, Ressourcen zu schonen und unseren Alltag Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. Zwischen Glühwein und Geschenkpapier liegt eine einfache Idee: Dinge zu schätzen, die bereits eine Geschichte haben.

Der agzente Weihnachtsbaum-Check

Dunkelgrün muss er sein, gerade gewachsen und kräftige Zweige haben, damit möglichst viele Kugeln, Sterne und Glitzersachen Platz finden. Der Prototyp deutscher Weihnachtsidylle ist daher die Nordmann-Tanne, die rund drei Viertel der verkauften Bäume ausmacht. Anders als der Name vermuten lässt, stammt sie ursprünglich nicht aus dem hohen Norden, sondern aus dem Kaukasus, vor allem aus Georgien.

Interview mit Bio-Landwirt Johannes Schmid

Seit wann gibt es die Christbaumzucht am Hof Schmid?
Seit 28 Jahren. Damals hat mein Vater die Idee von einer Exkursion in den Norden mitgebracht. Wir haben das dann einfach mal auf einem halben Hektar ausprobiert. Im Prinzip haben wir von Anfang an biologisch gewirtschaftet, waren aber nicht zertifiziert. 2019 habe ich dann den Hof übernommen und die Bioland-Zertifizierung nachgeholt. Damit sind wir bisher sehr gut gefahren.