Öko-Agzente

Nur einen Augenblick entfernt

Als gebürtiger Rheinländer leben Sie jetzt seit 30 Jahren in Ulm. Was hat sie an die Donau verschlagen? 
Das kann ich Ihnen ganz einfach beantworten: Meine Frau, die ich im Rheinland kennengelernt habe, ist beruflich nach Ulm gegangen und ich bin natürlich mitgekommen und fühle mich hier pudelwohl. Wir haben einen großen Freundeskreis. Mittlerweile habe ich mich auch an das Schwäbische gewöhnt, auch wenn ich es – im Gegensatz zum Schwyzerdütsch – nicht nachmachen kann. Aber ich verstehe … fast … alles und freue mich, dass ich da bin.

Ist noch Wasser da?

Den größten Teil des Ulmer Stadtgebiets und den Süden versorgen die SWU aus den Brunnen der „Roten Wand“ an der Iller mit Trinkwasser. Die Ortsteile Lehr, Mähringen und Jungingen erhalten Wasser vom Zweckverband „Ulmer Alb“ mit Brunnen z.B. im kleinen Lautertal. Immer wichtiger wird auch der Anschluss an die Landeswasserversorgung (LW), damit bei Engpässen weiter Wasser aus dem Hahn fließen kann. Die LW bezieht das Trinkwasser vor allem aus dem Donaumoos bei Langenau, aber auch aus aufbereitetem Donauwasser. Nicht nur Dürreperioden können zu Wassermangel führen.

Der agzente Weihnachtsbaum-Check

Dunkelgrün muss er sein, gerade gewachsen und kräftige Zweige haben, damit möglichst viele Kugeln, Sterne und Glitzersachen Platz finden. Der Prototyp deutscher Weihnachtsidylle ist daher die Nordmann-Tanne, die rund drei Viertel der verkauften Bäume ausmacht. Anders als der Name vermuten lässt, stammt sie ursprünglich nicht aus dem hohen Norden, sondern aus dem Kaukasus, vor allem aus Georgien.

Entspannt mit Bus & Bahn in die Freizeit starten

Sollte man als Berg- und Naturliebhaber*in nicht besonders darauf achten, auf dem Weg in die Freizeit umweltfreundlich unterwegs zu sein? Neben der CO2 Ersparnis entlastet man auch wichtige Verkehrswege und die lokale Bevölkerung, deren Gastfreundschaft wir ja genießen wollen. Schließlich entfallen die zermürbende Parkplatzsuche und oft exorbitante Parkgebühren an den touristischen Hotspots. Wer mit Bus und Bahn anreist, hat zudem den Vorteil, nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren zu müssen.

Weniger ist mehr – Tipps für ambitionierte Naturgärtner*innen

Die Natur sorgt für sich selbst und so ist es mehr das Nicht-Tun, das die urbane Artenvielfalt fördert. Und die wird immer wichtiger, denn Städte und Siedlungen bieten inzwischen mehr Lebensräume als unsere aufgeräumte Kulturlandschaft. Hier kommen einige Geheimtipps für Gärtner*innen, die gerne auch mal die Füße hochlegen.

Share Economy statt Kaufrausch

„An dieser Stelle gibt es oft verstopfte Abflussschläuche“, erläutert Prof. Gerald Stengele bei unserem Besuch an einer Waschmaschine. „Das ist schnell repariert.“ Die unterschiedlichsten Waschmaschinen-Fabrikate und ihre Wehwehchen kennt der Maschinenbau-Ingenieur und Dozent an der THU inzwischen auswendig. Denn er ist Mitinitiator des Reparaturbetriebs „repair4U“ im Haus der Nachhaltigkeit Ulm/Neu-Ulm.

Mehrweg-Optionen

Dass Einweg nicht gut für die Umwelt ist, ist offensichtlich. Dass die Verpackungen aber auch Gesundheitsrisiken bergen, ist dagegen wenig bekannt. Kunststoffbeschichtetes Einweggeschirr kann nach Studien des Umweltbundesamtes per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) enthalten und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Wieviel Verpackung darf’s denn sein?

Rund 6.000 Tonnen Verpackungen werden in Ulm pro Jahr über den gelben Sack eingesammelt und von den Dualen Systemen verwertet. Mit 50 kg pro Einwohner liegt Ulm im landesweiten Vergleich sehr hoch (Abfallstatistik BW, 2022). Der Inhalt der gelben Säcke und Tonnen geht in vier automatisierte Sortieranlagen in Süddeutschland, wo die verschiedenen Wertstoffe getrennt und zerkleinert werden. Dies funktioniert umso besser, je sauberer die Verpackungsabfälle vorsortiert sind.

E-Fuels: Klimaretter oder Luxusprodukt?


Oft werden E-Fuels als sinnvolle Alternative zur Elektromobilität gehandelt, da sie in konventionellen Verbrennungsmotoren ohne größere Umbauten fossile Kraftstoffe ersetzen können und daher einen schnelleren Umstieg auf CO2-neutrale Mobilität versprechen. Auch die Infrastruktur für flüssige Kraftstoffe ist bereits vorhanden. Um die Sinnhaftigkeit von E-Fuels zu ergründen, sind aber eine Menge Fragen zu klären. Hier sind einige davon.

Wird Heizen zum teuren Luxus?

Zur Zeit wird der Entwurf der Bundesregierung zum neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) sehr emotional diskutiert. Unerwartet kam dies allerdings nicht. Bereits im Koalitionsvertrag von 2021 wurden die Ziele formuliert und im vergangenen Jahr terminiert: Alle ab 2024 neu eingebauten Heizungen sollen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen.