Wassermelone, Wickel und Wannenbäder
Die ADK GmbH für Gesundheit und Soziales in Ehingen hat ein unternehmensweit gültiges Hitzeschutzkonzept, das auch für das Seniorenzentrum Wiblingen gilt.
Grundlage ist ein Stufenplan, der sich an den Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes orientiert. Dabei gibt es fünf Stufen, beginnend bei präventiven Maßnahmen bis hin zu Maßnahmen bei lang andauernden Hitzeperioden. Für jede Einrichtung gibt es Verantwortliche für die Anwendung des Hitzeschutzplans. Diese sollen aus den für die jeweilige Stufe vorgeschlagenen Maßnahmen diejenigen auswählen, die für ihre Bewohner und Mitarbeitenden relevant sind und am besten dazu beitragen, Bewohner und Mitarbeitende möglichst gut vor Sommerhitze zu schützen bzw. die gesundheitlichen Belastungen möglichst gering zu halten.
Leichtere Kost
Für die Bewohner wird an heißen Tagen die Pflegeplanung angepasst, die Flüssigkeitszufuhr erhöht, anstrengende Tätigkeiten in kühlere Tagesabschnitte verlegt. Ventilatoren und Sonnenschutz im Freien reduzieren die Belastung und eine leichtere Kost sorgt dafür, dass der Körper besser mit der Hitze zurechtkommt. Zum Beispiel sorgt Wassermelone als Nachtisch für Erfrischung und zusätzliche Flüssigkeitszufuhr. Auch aktive Kühlmaßnahmen wie feuchte Wickel oder Wannenbäder kommen gegebenenfalls um Einsatz. Zudem muss beispielsweise darauf geachtet werden, welche Vorerkrankungen bei Hitze besonders kritisch sind und ob die Medikamentengabe angepasst werden muss.
Entlastungs- und Erholungsphasen
Bei den Mitarbeitenden geht es zum Beispiel um Themen wie die Flüssigkeitszufuhr, Dienstkleidung, Entlastungs- und Erholungsphasen, Aufgaben im Tagesverlauf und eine hitzesensible Dienstplangestaltung. So gibt es beispielsweise von Juni bis September kostenloses Mineral¬wasser. Bestimmte Tätigkeiten können in kühlere Tages¬abschnitte verlegt werden oder besonders hitzebelastete Mitarbeitende können im Dienstplan nach Möglichkeit in kühlere Zeiten geplant werden. Zudem können Ehrenamtliche bei leichten Aufgaben unterstützen und so die Mitarbeitenden an besonders heißen Tagen entlasten.
Stefan Loeffler
