Kleidertausch statt Kaufrausch

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Kleidertausch statt Kaufrausch

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Kleidertausch-Aktion am Black Friday setzt der Schnäppchenjagd etwas entgegen

Der Black Friday, der Konsum-Freitag schlechthin mit zahllosen echten und scheinbaren Rabattangeboten, wird mittlerweile aus vielen Ecken kritisiert. Mit gezielten Marketingmaßnahmen wird Überkonsum gefördert, der massive Umweltschäden anrichtet und unnötig viele Ressourcen braucht. Viele Menschen kaufen im Schnäppchenrausch Dinge, die sie gar nicht wirklich brauchen, tätigen Fehlkäufe und verschulden sich womöglich noch dafür. Allein wegen Transportlastwagen werden in der Woche vom Black Friday in Europa über 90 Prozent mehr CO2 ausgestoßen als in einer regulären Woche (Transport & Environment, transportenvironment.org). 
Das Team Fashion Revolution Ulm/Neu-Ulm und Greenpeace Ulm wollen dem Kaufwahn des Black Fridays etwas entgegensetzen: Eine Kleidertauschaktion soll einerseits eine Plattform bieten, um gebrauchten oder nicht benötigten Kleidungsstücken ein zweites Leben zu geben und sie damit länger im Gebrauch zu halten. Das spart Ressourcen, senkt das Abfallaufkommen und schont auch noch den Geldbeutel. Ab 18 Uhr findet außerdem das Fashion Lab vom Verschwörhaus statt. Hier können unter Anleitung an mitgebrachten Kleidungsstücken Änderungen an den vorgenommen werden.

Die Aktion soll gleichzeitig darauf aufmerksam machen, welche Probleme für Mensch und Umwelt durch den Fast Fashion Trend entstehen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen daran erinnert werden, dass sie es selbst in der Hand haben, inwieweit sie sich von vermeintlichen Rabatten, plakativen Werbemaßnahmen und Glücksversprechen unter Druck setzen lassen, immer mehr und immer billiger einzukaufen. Am Ende zahlt immer jemand die Rechnung, und das sind sicher nicht die Modekonzerne. Details unter „Terminhinweise“.

Petra Schmitz