agzente 38: Hitze und Stadtklima

Sven Plöger im Söflinger Klosterhof, Foto: Thomas Dombeck


In über 50 Jahren Klimapolitik hat der Mensch es nicht geschafft, den Klimawandel einzudämmen. Nun muss er lernen, sich davor zu schützen.

Während besonders im globalen Süden die Menschen unter dem veränderten Weltklima leiden, sorgt es auch in Mitteleuropa im Sommer zunehmend für Dürrephasen einerseits und Starkregenereignisse andererseits. Die Landwirtschaft kämpft mit Ernteausfällen, die Binnenschifffahrt mit niedrigem Wasserstand. Städte und Kommunen müssen sich Gedanken über klimaangepasste Stadtplanung, Schwammstadt-Konzepte und Hitzeschutzpläne für die Bürgerschaft machen, um in überhitzten Innenstädten die Zahl der Hitzetoten klein zu halten. In dieser Ausgabe lesen Sie, was Ulm bereits jetzt tut, wo es im Sommer besonders kühle Orte gibt und was der oder die Einzelne tun kann, um sich und andere zu schützen.

abpflastern - der Entsiegelungs-Wettbewerb - Ulm ist dabei!

abpflastern


In Ulm wird entsiegelt, wie hier am Sudhaus in der Weststadt. V.l.n.r.: Andy Bleichner (Initiative Go plant a Tree), Petra Schmitz (Agenda-Büro Ulm), Jutta Andreas (BUND Ulm), Jochen Aminde (Stadt Ulm), Sabine Back (Local-Zero Ulm), Christian Giers (Stadt Ulm), Katrin Dietrich (Stadt Ulm).


Ulm ist ab 2026 dabei, wenn Städte und Gemeinden im Wettbewerb gegeneinander antreten, wer die meisten versiegelten Flächen zurückbaut und Platz für Neues schafft! Bürgerinnen und Bürger können die Stadt bei ihrer Wettbewerbsbeteiligung unterstützen: Bis 31. Oktober kann über die Plattform www.abpflastern.de jeder entsiegelte Quadratmeter gemeldet werden, egal ob von einem privaten oder öffentlichen Grundstück. Alle Flächen in einer Stadt werden zusammengezählt und treten im freundschaftlichen Wettbewerb der Städte gegeneinander an.

Wer “abpflastert”, dokumentiert zunächst die versiegelte Fläche mit Foto, dann entsiegeln, ein weiteres Foto machen und die Fläche mit Größenangabe melden. Mit ihrem Entsiegelungsprogramm ist die Stadt Ulm bereits auf gutem Weg, zum Beispiel in der Guten-
bergstraße in der Oststadt oder am Sudhaus in der Weststadt.

Mehr Infos zum Ablauf, Fördermöglichkeiten und good practices unter: www.abpflastern.de